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 Allgemeiner Grundsatz


Adolf Katzenmeier

Hier gilt der Grundsatz für mich: Ohne Kraft keine oder nur ungenügende Leistung, der Muskulatur. Umgekehrt wäre besser zu sagen: Ohne Leistung der Muskulatur, aber auch keine Kraft!

Nur wenn die nötige Kraft für das bevorstehende Spiel, Wettkampf vorhanden ist, kann der Sportler seine Leistung steigern, und abrufen.


Die beste Massage, Gymnastik aber auch Muskelaufbauarbeit bringt nur wenig, wenn sich die Muskulatur in einem schlechten Zustand befindet, eventuell durch Verklebungen, Verbackungen, Verhärtungen, Adhäsionen und Restergüsse bereits vorgeschädigt ist.

Nur wenn die Muskulatur locker und weich ist, kann der Muskel Kraft aufbauen und Kraftzuwachs bekommen, um bei einem plötzlich auftretenden Kraftmoment entsprechend reagieren zu können, das heißt durch eine vermehrte Muskel- und Sehnendehnung (Spindel, und Golgi-Apparat) die anstehende Kraft oder auch Teile der anstehenden Kraft auszuleiten, um damit Verletzungen zu verhüten. Hierbei ist und bleibt die Entlastungsmassage Palpation (das Abtasten der Muskulatur) während einer, oder der Massage allgemein, für mich oberster Grundsatz und ist geradezu für die Befunderhebung von größter Wichtigkeit und nicht wegzudenken. Ich bin geneigt daher die Entlastungsmassage als Abtastungs- und Palpationsmassage zu bezeichnen.

Vorrangig steht bei mir auch die Überprüfung der Nerven im Vordergrund. Ich würde meinen motorische Störungen rufen mit Sicherheit sensible Störungen hervor. Sensible Störungen rufen desgleichen mit Sicherheit auch Störungen auf motorischer Basis, den motorischen Nerven hervor. Deshalb ist es für mich geradezu eine Pflicht bei einer vorliegenden Verletzung auch die Sensibilität und die Motorik des oder der Nerven zu überprüfen.

Je besser die Muskulatur durchtrainiert, locker und durchblutet ist, aber auch wie zuvor beschrieben, die motorischen und peripheren Gefühlsnerven arbeiten können, desto wahrscheinlicher werden im Ernstfall die Kraftableitungsmomente entlastet.

Unsere Aufgabe wird immer bleiben, auch in der Zusammenarbeit mit den Ärzten, den Sportler zu schützen, zu beraten, Schaden vom Sportler fernzuhalten und zu nehmen. Nur so können wir unseren Sportlern helfen und sie gleichzeitig fit machen für ihre bevorstehenden Aufgaben und Wettkämpfe national und international.

Was gibt es schöneres für uns, als Betreuer zu helfen,
aber auch helfen zu können!



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